Tuschefedern-Aufruf! *Sticky*
Hallo Leute!
Einige von euch kennen ja sicher diesen Eintrag:
Ich habe jetzt nochmal nachgedacht und ich glaube, um noch hilfreicher zu sein, fehlt diesem Eintrag noch etwas. Und zwar eure Erfahrungen mit Federn und Tusche, nicht nur meine. Deshalb hier mein Aufruf: Wenn ihr kurz Zeit habt, schreibt doch einen Zweizeiler als Kommentar, mit welchen Federn IHR gute Erfahrungen gemacht habt. Die Mails, die ich ab und an bekomme, zeigen, dass viele Leute immernoch überfragt sind bei der Federwahl. Und je mehr Erfahrungsberichte sie lesen, desto eher können sie sich entscheiden, welche Feder sie mal probieren wollen. Und das nicht nur weil ich als Profi mit viel Übung eine Feder empfehle, sondern weil auch Leute mit wenig Erfahrung mal schreiben, was sie für sich festgestellt haben. Gerne auch mit einheimischen Federn und einheimischer Tusche, jede Erfahrung ist willkommen.
Ihr könntet z.B. schreiben:
Benutze Federn sei zwei Jahren und zwar: Maru, G-Pen. Die Maru benutze ich für Haare und Details. Wenn ich wässrige Tusche benutze, funktioniert sie sehr gut. Die G-Pen macht keine Probleme.
So in etwa würde das schon reichen. Der Beitrag wird sehr oft angeklickt, deshalb glaube ich, dass eure Kommentare vielen helfen würde. Also wie gesagt, wenn ihr die Zeit erübrigen könnt, hinterlasst ein paar Zeilen (im oben genanten Eintrag, NICHT in diesem ;-)).
Over and Out und danke schon mal!
First Kiss No. 4 und 5 – Mehr Tücken
Wie versprochen gibt es mehr Kurz-Comics. Bis August ist es ja noch ein bisschen hin aber ich habe noch einiges aufs Papier zu bringen.
Tatsächlich ist es gar nicht so einfach die Hügellandschaft namens weibliche Brust ansprechend zu kolorieren ;-).
Bis zum nächsten Mal (wird das jetzt ein trendiger “Autobio-Comic-Blog”?! – Nee ;-).)
Seitenlayout und Papier
Ich habe neulich eine Frage per Mail bekommen, die ich aber auch so mal ansprechen wollte. Es geht um das richtige Layout beim Mangazeichnen:
Frage von Sara:
Ich habe mir richtiges Mangapapier aus dem Ausland bestellt (das mit den Rändern und den helltürkisen Markierungen), bin aber noch überfragt wie man es richtig anwendet. Ich glaube man darf nur bis zu einer bestimmten Linie zeichnen, weil der Rest sonst beim Druck abgeschnitten werden würde. Ist das richtig?
Antwort:
Hallo Sara :-). Ein Layout dient dazu, deine Mangaseiten zu vereinheitlichen und das Paneling übersichtlich zu gestalten. Ein Mangalayout besteht, einfach gesagt, aus einem sicheren, einem unsicheren und einem gefährlichen Bereich *rawr* Hier mal ein ungefähres Bildbeispiel:
Weißer Bereich – Sicher! In den weißen Bereich kommen alle deine Panels. (Einzige Ausnahme: Panels, die bis zum Blattrand gehen sollen.) In diesem Bereich sollten sich auch deine Sprechblasen befinden. Sie KÖNNEN etwas darüber hinausragen aber nicht viel! Beim Profi-Mangapapier ist dieser Bereich meist mit einer gestrichelten blauen Linie eingrenzt.
Rosa Bereich – Unsicher aber nützlich! In den rosa und roten Bereich kommen Bilder, die dieses feste Seitenlayout durchbrechen sollen. Sie bringen Unruhe auf die Seite und können für Effekte genutzt werden. In diesen Bereich kann man z.B. große Gesichter zeichnen:
Roter Bereich – Gefährlich! Der rote Bereich (auf deinem Profi-Papier durch eine durchgehende blaue Linien vom rosa Bereich abgetrennt) markiert den Bereich, der potenziell weggeschnitten werden könnte. Man MUSS in diesen Bereich hineinzeichnen. Aber Achtung! In den roten Bereich gehören keine wichtigen Bildelemente. Keine Sprechblasen, keine Auge, nichts, was für das Verständnis des Bildes wichtig ist. Schauen wir uns mal Beispiele an, wie man es NICHT macht:
Alle “NG” Sprechblasen sind problematisch und würden wahrscheinlich von einem Redakteur kritisiert werden. Sie ragen zu sehr in den roten Bereich hinein und könnten weggeschnitten werden, zusammen mit wichtigem Text. Besser nicht machen.
Alle blauen “NG” Figuren sind problematisch. Die Nase des Mädchens oben könnte weggeschnitten werden. Beim Mädchen unter würde man nur die Fingerspitzen sehen. Die zeichnerische Arbeit, die ihr euch macht, würde vielleicht weggeschnitten, also besser vorher gut planen.
Weitere Fragen von Sara:
Zeichnest du die Skizzen für eine Mangaseite erstmal auf völlig normales Papier?
Antwort:
Ja. Das Skizzenpapier ist normales Kopierpapier A4. Das Papier zum Tuschen ist dickes, glattes Papier, wie man es z.B. zum Drucken beim Laserdrucker nimmt. Ich benutze A4 zum Skizzieren UND zum Tuschen.
Frage: Wie groß muss so eine Mangaseite sein (ich habe schon bei Verlagen gefragt, aber die Antworten haben mir nicht weitergeholfen)?
Antwort:
Die Blattgröße ist egal aber nicht kleiner als A4, wenn es geht. Die Verlage haben allerdings alle andere Vorgaben, was den weißen, sicheren Bereich angeht, den ich oben erwähnte. Deshalb bringt es nichts, jetzt schon nach Verlagsangaben zu zeichnen. Wichtig ist, dass ihr den weißen Bereich an sich einzeichnet und beachtet. Das Verhältnis der Bereiche ist in etwa wie das in meinem ersten Beispiel. Das genügt vorerst völlig! Ihr bekommt keine extra Punkte bei der Bewerbung, weil ihr deren Seitenverhältnis benutzt ;-).
Frage:
Wenn ich Bleistift auf Mangapapier anwende, krieg ich es später kaum mehr weg, man sieht es sehr unschön hervortreten. Wie machst du es? Tust du deine Vorskizze auch auf dieses Papier mit Bleistift übertragen oder direkt mit Tusche (was bestimmt sehr schwierig wäre)?
Antwort:
Mir geht es genauso, haha. Du kannst harte Bleistifte (h oder 2h) benutzen und mit wenig Druck arbeiten. Dann hast du nur ganz schwache Bleistiftlinien auf deinem Blatt. Ich bevorzuge aber weiche Bleistifte (2b) und pause dann das Blatt durch. Ich pause direkt mit Tusche durch! Es ist gewöhnungsbedürftig aber mit etwas Übung geht das gut!
Frage:
Benutzt du einen Leuchttisch um deine Vorskizzen auf das richtige Mangapapier zu übertragen? Geht es auch ohne Leuchttisch? Ich besitze nämlich keinen …
Antwort:
Es geht auch ohne Leuchttisch! Ich habe früher lange mit dem Couchtisch im Wohnzimmer gearbeitet (der hatte eine Glasplatte). Manche bauen sich aus Büchern und einer Glasplatte einen Leuchttisch. Das Arbeiten am Fenster würde ich eher nicht empfehlen. Also JA, wenn du länger Mangazeichnen möchtest, brauchst du eine Glasplatte mit einer Lampe drunter zum Durchpausen. Oder du schaust in diesen Blog-Eintrag von mir, vielleicht findest du dort Anregungen: Zum Thema Leuchttisch nach unten scrollen. Ansonsten hilft nur Sparen, sich so ein Gerät zu Weihnachten wünschen oder die Kleinanzeigen im Auge zu behalten ;-).
Liebe Sara, ich hoffe, ich konnte dir helfen :-). Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Zeichnen und lass dich nicht unterkriegen.
(Und den anderen Lesern hat es hoffentlich auch was gebracht, ne ;-)?)
Über die Tücken des Erotik Genres
Das Zeichnen eines erotischen Manga bedeutet nicht nur, dass man die Bilder vor sich selbst verantworten muss, sondern auch, dass das Umfeld plötzlich von den eigenen … Neigungen erfährt.
Dazu kommen noch Überlegungen, wie weit man zeichnerisch geht und welche Körperteile wie mit Rasterfolie und Glanzpunkten versehen werden. Während meiner Arbeit an Alpha Girl sind viele abstruse Dinge passiert und ein paar habe ich mir notiert und sie zu kleinen Gag-Comics verarbeitet. Wenn sich die Zeit bietet, würde ich gerne noch mehr davon umsetzen, also schaut ab und zu vorbei :-).
Letztendlich habe ich mich übrigens für die Ab 16 Variante entschieden und einige Passagen etwas abgemildert ;-).
Wenn man nicht mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Konflikt kommen will, sind solche Überlegungen tatsächlich notwendig.
Eine Lösung habe ich übrigens immernoch nicht. Vorschläge XD?
Danke übrigens für die Geburtstragsgrüße bis jetzt! Ihr tötet mein Handy, aber ich freue mich trotzdem ;-). Ein besonderer Dank geht an Meno für das schöne AG-FanArt *_*. (Darf ich das online zeigen?)







