23
Dec
2009

Fröhliche Weihnachten, Leute!

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Ein vorschriftsmäßig geschmückter Weihnachtsbaum (seit Anfang Dezember! Vorbildlich!)

Ich hoffe, ihr habt alle eine schöne Zeit!

In diesem Eintrag wollte ich noch ein bißchen über die Entstehung meines neuesten Bildes reden, quasi als kleines Weihnachtsgeschenk für die Blogleser, also fangen wir an:

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Das Bild heisst “Following You” und ist ein One Piece FanArt.
Die grobe Skizze von Ruffy und Shanks habe ich auf Druckerpapier gemacht und das Motiv dann mit dem Leuchttisch auf das Aquarellpapier durchgepaust. Verwendet habe ich dafür einen ganz normalen Druckbleistift. Beim Hintergrund habe ich wenig Druck auf den Stift ausgeübt, da ich nur bei den Figuren sichtbare Outlines wollte. Der Hintergund sollte so etwas natürlicher wirken.

Ingas Tipp: Mein Aquarellpapier ist sehr weich, deshalb bemühe ich mich um wenig Druck beim Übertragen des Motivs. Übt man zuviel Druck aus, kann das in Vertiefungen auf dem Papier enden, in denen sich im schlimmsten Fall Farbe sammelt. Deshalb lieber sanft Linien ziehen und NACH dem Kolorieren bei Bedarf die Linien nachziehen.
Außerdem vermeide ich es auf dem Aquarellpaier zu radieren, da auch das den Farbfluss beeinflussen kann, da man etwas der Papieroberfläche abträgt.

Bevor ich ein Bild mit Aquarell koloriere klebe ich es IMMER einmal komplett ab, da ich mit viel Wasser arbeite und das Bild sich sonst unglaublich wellen würde. Wie man auf dem Bild sieht, benutze ich dafür einfaches Kreppklebeband. Wenn das Bild getrocknet ist, kann man dieses ganz leicht abziehen.

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Bei diesem Bild habe ich mit dem Hintergrund begonnen, das mache ich allerdings nicht immer so. Die Figuren habe ich mir für den Schluss aufgespart, um ihre Farbigkeit mehr auf den Hintergrund (der auf dem Photo schon fertig ist) anpassen zu können.
Wie man hier bei Shanks sieht, beginne ich immer mit einer Schicht Grundfarbe. Darüber lege ich in mehreren Schichten dunklere Farbe, z.B. in Form von Stofffalten. Diese Vorgehensweise benutze ich bei allen Bildteilen, auch dem Hintergrund. Kurz gesagt, ich arbeite von hell nach dunkel.

Ingas Tipp: Sobald Farbe über die Outlines kommt, könnt ihr sie nicht mehr wegradieren! Macht euch vorher klar, was wie aussehen soll und beginnt erst wenn alles steht mit dem Einfärben!
Das Schöne an Aquarell ist, das ihr misslungene Farbflächen mit etwas Wasser anlösen könnt und dann mit einem sauberen Taschentuch Farbe wieder abtragen könnt. So kann man Fehlschläge nochmal etwas korrigieren. passiert mir auch manchmal.

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Hier das fertige Bild. Ich kann euch nur schwer bestimmte meiner eigenen Vorgehensweisen erklären, da manches auch spontan passiert. Vieles muss auch durch eigene Erfahrungen erlernt werden, deshalb ist es am besten, ihr panscht selbst ordentlich mal mit Wasserfarben herum ^^. Einige Grundsätze kann man aber festhalten:

Übersättigt eine Fläche nie mit Farbe. Aquarell ist eine luftige Kolorationsweise, bei der man im Idealfall auch die Papieroberfläche noch durchschimmern sieht. Ertränkt ihr eurer Papier, macht das die Koloration oft stumpf. Aquarellieren bedeutet “das Licht durchzulassen”, poetisch formuliert ;-D. Und vergesst nicht, Aquarell lebt nicht nur von eurer Farbe, auch “Wasser” ist ein Material.

Ingas Tipp: Probiert viele verschiedene Vorgehensweisen, beobachtet, wie sich die Farbe verhält. Gute Aquarellfarbe ist oft teurer, hat aber viele verschiedene faszinierende Eigenschaften, was das Verlaufen und die Farbigkeit angeht. Spart lieber ein bißchen und kauft euch etwas bessere Farben.

Hier ist noch eine Großansicht von Shanks und Ruffy
VORSICHT WIRKLICH GROSS!

So, das war’s von mir, hoffe, der Eintrag war etwas hilfreich. Ich geh jetzt Kartoffelsalat futtern :-D.

21
Dec
2009

Weihnachtsstille

Entgegen aller Erwartungen bin ich doch langsam in Weihnachtsstimmung. Das äußert sich immer daran, dass ich eine nicht ganz greifbare “Stille” wahrnehme … Es ist stiller als sonst, wenn ich mir mit einer Schale Müsli auf dem Bauch einen Manga durchlese, stiller, wenn ich ein bißchen im Netz surfe, stiller wenn ich auf B. warte oder mit ihm zusammen morgens aufwache … Vielleicht ist es eine Weihnachtsstille. Am extremsten ist sie bei mir immer morgens am ersten Weihnachtsfeiertag … Da habe ich das Gefühl, sogar zu hören, wenn Schnee auf Schnee fällt, haha.

Weihnachten bedeutet für mich eigentlich nie “Geschenke”, da ich mir meine größten Wünsche die letzten zwei Jahre immer selbst erfüllt habe (sehr zum Ärger der Verwandtschaft, oh-oh) und auf die Frage, was ich haben möchte in 90 Prozent der Fälle mit “ein schönes Fest”, “lasst uns Karten spielen am Abend” o.Ä. antworte. Zu ärgerlich für Schenkwillige, hehe.

Zurzeit sitze ich noch an kleineren Aufträgen und an einem Wichtelbild zu einer gaaanz bekannten Shounen-Serie. Hoffentlich bekomme ich es bis zum 24. fertig …

Und ich möchte auf jeden Fall noch einen “Über Mila” Eintrag machen, in dem ich erste Entwürfe von ihr zeige und ein bißchen vom zeichnerischen Aspekt her aus dem Nähkästchen plaudere … Ein Thema, dass ich seit drei Monaten ankündige, ^^; …

Leider habe ich mich bereits vor dem Weihnachtsfest überfressen … Ich merke, wie der Gedanke an Braten (sogar Ente!) ein leiser Ekelgefühl hervorruft … Das sollte doch eigentlich erst gegen Ende des Festes einsetzen! Zu ärgerlich … Ich vermute, es hängt mit den zwei Bockwürsten zusammen, die ich Sonntag in meiner Maßlosigkeit direkt hintereinander gegessen habe … Uäh … Ich überfresse mich gerne mal >___> …

Passend zu dem besinnlichen Weihnachtsf(r)es(s)t lese ich jetzt übrigens “After School Nightmare” … Weihnachtliche Stille gepaart mit einem “Horror”-Manga, wie passend @___@ …

Wir hören uns :-D!